Auf welche Weise kommuniziere ich am liebsten schriftlich? Die Antwort ist zunächst einmal: Am liebsten wirklich schriftlich. Ich mag Telefonieren nicht besonders, musste es in letzter Zeit aber neu lernen.
Am liebsten nutze ich Signal. E-Mail kommt gleich danach, sie ist nur meist langsamer, aber auch gut. WhatsApp und ähnliche Systeme, die mit Meta und anderen US-Großkonzernen zu tun haben, würde ich gerne ganz vermeiden (siehe den Beitrag zum Fedivers, klare Empfehlung). Das klappt leider nicht völlig, weil es beruflich bestimmte Zwänge gibt.
Briefe schreibe ich nur, wenn es sein muss. Aber das kommt immer wieder vor: Zum einen schreiben wir regelmäßig Rundbriefe, die nicht jeder per E-Mail empfangen kann oder will. Neben den über 300 E-Mail-Empfängern gibt es halt doch noch ca. 35 Leute, die den Brief per Post bekommen. Diverse Behörden benötigen offenbar auch noch Briefe, teilweise sogar Einschreiben. Neulich bekam mein Bruder einen Strafzettel von Fairparken, der aber an mich adressiert war, weil er mein Auto genutzt hatte. Fairparken tut zwar so, als könne man sie per E-Mail oder Kontaktformular anschreiben, letztlich wurde aber nur das Einschreiben akzeptiert und wahrgenommen.
Armin Hanisch schreibt so nett: „Nachdem sogar die Bundesbank Anfang Januar 2025 (!) ihren Faxempfang abgeschaltet hat, sollte dieses Thema wirklich langsam in der Versenkung verschwinden.” Tja, schön wäre es. Hier kommt die Betreuung meiner Mutter zum Tragen, die seit Januar 2025 stetig intensiver wird: Ältere Menschen haben oft ältere Ärzte, die E-Mails nicht nutzen (wollen) und neben Telefon – was ich ja nicht mag – nur per Fax oder Brief erreichbar sind. Also habe ich mir online eine Faxnummer über einen entsprechenden Service zugelegt. Faxe habe ich auch schon ans Land Niedersachsen geschickt …
Die Betreuung meiner Mutter sorgt auch dafür, dass ich regelmäßig telefonieren muss, denn schnelle Absprachen gehen häufig doch nur persönlich.
Wenn es schriftlich läuft, dann sind meine Vorlieben:
1. Signal
2. E-Mail
3. möglichst nichts anderes, aber wenn ich wählen müsste, dann Brief.
In der Realität sieht es wohl eher so aus:
1. E-Mail
2. WhatsApp
3. Signal
4. Fax
5. Brief
In der heutigen Zeit ist die Geschwindigkeit ein ganz wichtiger Punkt: Es muss zügig gehen, eine Antwort wird meist innerhalb weniger Stunden bzw. eines Tages erwartet. Die Art der Kommunikation mit Behörden ist eigentlich gar nicht mehr erlaubt: Zwar kann man sich per E-Mail oder App melden, die Antwort kommt jedoch per Brief. Wenn es um Geld geht, ist die Überweisung häufig schneller da als der Brief – vor allem, wenn Citipost und andere günstigere Alternativunternehmen am Werk sind. Diese arbeiten zwar billiger, aber auch schlechter und deutlich langsamer als die Deutsche Post.
Auf die Idee zu diesen Überlegungen kam ich wieder durch die Blogparade siehe hier.



